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Sonntag, 19. September 2010

Ralph Giordano - ein Bösmensch?

In den letzten Wochen gab es wohl kaum einen Menschen in Deutschland über den ich mich so sehr aufregen musste wie über Thilo Sarrazin und seine unsäglichen Thesen. Des öfteren war ich versucht, mir an dieser Stelle darüber Luft zu verschaffen, muss mich hier aber über mich selbst ärgern, da ich es persönlicher Bequemlichkeit meist unterlassen habe (bis auf eine Ausnahme).
Aber heute ist mir mal wieder der Kragen geplatzt. Anlass war diesmal nicht Sarrazin selbst, sondern einer seiner Trittbrettfahrer, der mal wieder - natürlich in einem Springer-Blatt (wo sonst) - sein Gift versprühen durfte. Gemeint ist Ralph Giordanos heutiger Beitrag in der Welt-Online: Die Gutmenschen und die dunklen Seiten des Islam. Er gibt hier 10 Thesen zum besten, warum seiner Meinung Sarrazin Recht hat. Ich werde mir hier erlauben, jede einzelne dieser Thesen zu wiederlegen oder zu entkräften um ein weiteres mal zu zeigen, dass er nicht Recht hat.
  1. Giordano benutzt hier einen ganz simplen und ziemlich schmutzigen rhetorischen Trick. Er nimmt eine einzelne Aussage der Gegenseite und stellt diese als falsch dar. In seiner verdrehten Logik sind daher alle Aussagen der Gegenseite falsch und alle eigenen Aussagen ergo automatisch richtig. Das diese "logische" Verknüpfung offensichtlich falsch ist versteht sich eigentlich von selbst.
  2. Der gleiche Trick leicht abgewandelt. Hier wird der Gegenseite die Unterlassung einer Handlung vorgeworfen (natürlich ohne den Nachweis zu erbringen, dass diese Unterlassung tatsächlich stattfindet). Zusätzlich wird emotionalisiert durch Begriffe wie "Ehrenmorde". Da die Gegenseite also angeblich nicht handelt sind offensichtlich alle eigenen Handlungen legitim.
  3. Hier wird Giordano spezifischer am Beispiel von Moschee, die nach islamischen Eroberern benannt wurden. Hier fallen mir doch gleich Gegenbeispiele ein wie Karl der Große - als Kaiser Repräsentant der weltlichen Macht der katholischen Kirche und zweifellos ein großer Eroberer. Oder Queen Elisabeth I. - eine Sekularisiererin, die die Position der anglikanischen Kirche in Großbritannien verfestigt hat, die mit ihren Eroberungen den Grundstein für das britische Commonwealth gelegt hat und auf deren Konto auch dunkle Kapitel gehen wie z.B. Akte der Piraterie. Beide waren auch nicht eben berühmt für ihren toleranten Umgang mit Andersgläubigen. Trotzdem steht einer öffentlichen Verehrung dieser Persönlichkeiten (z.B. Karlspreis) offensichtlich nichts im Wege.
  4. Hier geht es um Aiman Mayzeks Aussage, die Scharia sei mit dem Grundgesetz vereinbar. Nun geht Giordano natürlich automatisch davon aus, dass diese Aussage wiederum grundsätzlich falsch ist und die deutsche Rechtordnung wohl dadurch untergraben werde. Tatsächlich lässt sich diese Aussage jedoch auch genau anderherum deuten, nämlich das der Zentralrat der Muslime in Deutschland das deutsche Grundgesetz uneingeschränkt akzeptiert und respektiert und das eine zeitgemäße, weniger fundamentalistische Auslegung der Scharia (der Gesetze des Islam) diesem nicht wiedersprpricht. Diese Auslegung der Aussage erscheint mir persönlich doch wesentlich plausibler. Wenn das nicht ein großartiges Beispiel ist für einen aktiven Versuch der Integration - und damit ein Gegenbeweis für Sarrazins These, die Muslime wollten sich gar nicht integrieren. Davon abgesehen gibt es mit der Ordre Public längst sogar eine Rechtsgrundlage für die Anwendung islamischen Rechts in Deutschland.
  5. Der Koran ruft auf zum töten Ungläubiger auf und der Islam ist eine unfriedliche/kriegerische Religion. Nun hat er es nicht genau so formuliert, denn damit käme er dem Straftatbestand der Volksverhetzung doch schon recht nahe. Die Aussage Giordanos bleibt aber die gleiche. Da stellt sich mir die Frage, ob Her Giordano schon mal einen Blick ins Alte Testament geworfen hat oder sich jemals mit der Geschichte der katholischen Kirche eingehender beschäftigt hat, die durchtränkt ist mit dem Blut "Ungläubiger". Herr Giordano - ziehen sie den Balken aus ihrem Auge. Die Hassprediger des Islam repräsentieren nicht den Islam in seiner Gesamtheit - eben so wenig wie die Inquisition oder Aufrufe amerikanischer Hetzprediger zur Koranverbrennung für den Christlichen Glauben stehen.
  6. Die Furcht vor der schleichenden Islamisierung soll endlich als demoskopische Realität wahrgenommen werden. Hier hat Giorano ausnahmsweise recht, denn tatsächlich stellt diese Furcht, geschürt durch gewisse Medien, eine große Gefahr für den öffentlichen Frieden dar. Eine ähnliche Furcht griff in Deutschland schon einmal um sich: Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hier wurde die Angst vor der Verjudung der deutschen Gesellschaft durch Medien und Politiker geschürt bis "endlich" jemand eine "Lösung" dieses Problems präsentierte. Tatsächlich gab es daraufhin einen deutlichen Rückgang von ca. 500.000 auf nur noch ca. 20.000 Juden in Deutschland. Ich frage mich, ob den Hernn Giordano und Sarrazin eine ähnliche "Endlösung" der Islamfrage vorschwebt.
  7. Muslime in Deutschland bestehen auf ihrem Recht auf freie Ausübung ihrer Religion. Welche Unverschämtheit solange in der Türkei nicht das gleiche Recht herrscht. Ja, ja, sehr Giordano, schon recht. Am deutschen Wesen soll ja schließlich die Welt genesen. Oder meinen sie, man muss sich in Deutschland nicht an das hier gültige Recht halten und kann den Muslimen hier ihre freie Religionsausübung vorenthalten aufgrund der Rechtslage in der Türkei? Entschuldigung, aber mir wird gerade schlecht.
  8. Herr Giordano behauptet, eine Diskussion über gewisse negative Aspekte islamischer Kultur fände in Deutschland nicht statt. Herr Giordano - haben sie in den letzten 10 Jahren nie Zeitung gelesen oder mal den Fernseher eingeschaltet? Diese Aussage ist schlicht falsch und reine Polemik. Und Entschuldigung, dass es noch andere als ihre Lieblingthemen gibt wie z.B. Atomkraft, Klimaschutz oder Finanzkrise.
  9. Hier wirft Giordano einfach mit ein paar Reizworten um sich ohne näher darauf einzugehen, was das mit der aktuellen Diskussion um Sarrazins Aussagen zu tun haben soll. Besonders bemerkenswert hier allerdings die Stichworte Antisemitismus und Nationalismus - wer redet denn hier von Judengenen und dem Untergang Deutschlands? Das ist doch wohl Herr Sarrazin.
  10. Nochmal der gleiche rhetorische Kniff wie am Anfang - hier wird gnadenlos pauschalisiert. Und was meint Herr Giordano hier mit sozialtherapeutischen Maßnahmen? Und welche Maßnahmen stellt er sich denn so vor? Den einen oder anderen Verdacht habe ich hier ja bereits geäußert.
  11. (Postsciptum): Herr Giordano schlägt statt Kopftüchern für die Frauen Handschellen für die Männer vor. Alle muslimischen Männer in Deutschland in Handschellen. Ist das ernsthaft sein Beitrag zu Integrationsdebatte. Fangen wir doch erstmal mit einer Armbinde mit Halbmond darauf und einem Stempel im Pass an - wie wäre das?
Nun, ich denke, mein ursprüngliches Vorhaben ist mir gelungen. So weit ich das sehe ist keine einzige stichhaltige Ausage von Herrn Giordano übriggeblieben. Wenn man so liest, was ich über Hernn Giordanos Ansichten zu sagen habe, könnte man meinen, ich möchte ihn in eine rechtsradikale Schublade stecken. Das ist nicht meine Absicht und erscheint aufgrund seiner Biograpfie auch absurd. Umso Absurder jedoch - eben aufgrund seiner Biograrfie - das ihm dies wiederholt wiederfahren ist. In jüngeren Jahren noch überzeugter Kommunist und für den Zentralrat der Juden aktiv - später unzweifelhaft eine moralische Instanz in Deutschland - hat er sich nun offensichtlich in der Islamfrage derart verrannt, dass er zu einer vernünftigen Debatte nicht mehr fähig scheint. Ein wahrhaft trauriger Fall von Altersstarrsinn.
Und diese Nähe zum Rechtsradikalismus ist keinesfalls zufällig. Denn vielen ist es nicht bewusst, aber der moderne Rechtsradikalsimus hat nichts mehr zu tun mit den Anti-jüdischen Parolen des 3. Reichs. Der heutige Feind der Rechtsradikalen ist erklährtermassen der Islam, was paradoxer Weise sogar zu einer Unterstützung des Staates Israel und seiner Palästinenser-Politik geführt hat. Kein Zweifel, es gibt sogar rechtsradikale Juden die offensichtlich ebenso wenig in der Lage sind, aus der Vergangenheit zu lernen wie Angehörige anderer Nationen und Völker.

    Montag, 30. August 2010

    Endlich veröffentlicht - Mein Kampf 3. Band

    Ist schon wieder ne Weile her, dass ich hier was geschrieben habe. Aber ich reg mich grad so auf - ich weiss gar nicht wo anfangen. Das muss ich jetzt einfach loswerden.

    Da bringt jemand ein Buch heraus dass sich zumindest in Teilen liest wie "Mein Kampf - 3. Band" (*) - und da wird  in Zeitungen und im Fernsehen ernsthaft darüber Diskutiert, ob der Mann vielleicht nur den Fehler gemacht hat, Probleme der deutschen Gesellschaft etwas zu provokant formuliert angesprochen zu haben. Geht´s noch? Die Rede ist natürlich von Thilo Sarrazin und seinem neuen Buch "Deutschland schafft sich ab".
    Was mich heute morgen aber am meisten geschockt hat  war das Sat1-Frühstücksfernsehen. Der erste Schock, als der Moderator sagt, die Zuschauerreaktionen seien "zu 90% positiv" (danke Bild). Und dann dieser Neuköllner Bürgermeister mit seinem Wischi-Waschi-Geschwätz, der zwar dem allem nicht zustimmen kann (schliesslich hofft er, er habe noch eine politische Zukunft vor sich), mit seinen relativierenden Äusserungen aber versucht, dem ganzen die Brisanz zu nehmen.
    In den späten 20ern, frühen 30ern des letzten Jahrhunderts sagte man schon mal über jemanden, dass er mit seinen rassenideologischen Äusserungen vielleicht doch etwas weit ginge, er aber schon in manchem Recht habe, was er so von sich gibt.

    Moment mal - vergleiche ich hier gerade Thilo Sarrazin mit dem kleinen braunauer Gefreiten und gescheiterten Kunstmaler Adolf Hitler? Nun ja, ich sag mal, an den "Meister" kommt er nicht ran, aber er scheint doch zumindest ein gelehriger Schüler zu sein.
    Ich meine, in Sarrazins Buch stecken offensichtlich alle wichtigen Zutaten drin. Da werden anderen ethnischen Gruppen angebliche charakterliche und intelektuelle Defizite angedichtet. Damals in den 20ern sprach man von Rasse - Sarazin bemüht heutzutage die Genetik. Die Aussage bleibt die gleiche. Nebenbei geht es dann noch gegen Behinderte, Andersgläubige und Harz IV-Empfänger.
    Der Mann gehört eigentlich weggesperrt wegen Volksverhetzung. Leider ist er dazu doch ein wenig zu intelligent - oder zumindest die Lektoren seines Verlages, die dafür gesorgt haben, dass seine Formulierungen juristisch nicht angreifbar sind. Das ist jedoch genau der Stil der modernen Rechten. Sie nutzen die Freiheiten der Gesellschaft aus ohne gegen die Buchstaben ihrer Gesetze zu verstossen.Der Sumpf bleibt trotzdem braun.

    * - Warum "3. Band"? Müsste es nicht einfach "Teil 2" heissen? Dazu sollte man wissen, dass das Original "Mein Kampf" in zwei Teilen erschienen ist - oder besser zwei Bänden. Deshalb wäre Sarazins Buch eben bereits der 3. Band. Kling vielleicht besserwisserisch - aber wenn schon, dann richtig.

    Samstag, 24. Juli 2010

    Der Rundfunkstaatsvertrag und die Zensur

    Heute war ich im Netz auf der Suche nach bestimmtem Informationsmaterial. Dazu ist das Netz ja da (auch wenn andere der Meinung sind, das Internet sei „for Porn“ ;). Vielleicht ist dem einen oder andren dabei auch schon das Passiert, was mir heute widerfahren ist. Ich stiess im Online-Angebot von 3Sat  auf folgenden Hinweis:
    Sehr geehrte Zuschauerin, sehr geehrter Zuschauer
    leider können wir Ihnen diese Seite nicht mehr anbieten, weil wir sie nicht unbegrenzt vorhalten dürfen. Das bestimmt die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags der 16 deutschen Bundesländer (RÄStV § 11d Absatz 2 Ziffer 3) vom 1. Juni 2009.

    Worum geht es hier? Die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten (ARD/ZDF) werden, wie es der Name schon andeutet, aus öffentlichen Geldern finanziert (GEZ). Wie es bei öffentlichen Geldern üblich ist muss daher genau festgelegt werden, wie diese Gelder verwendet werden. Das soll verhindern, dass hier Geld der Bürger zum Fenster hinausgeschmissen wird. An sich eine löbliche Sache.
    In den letzten Jahren ist bei eben diesen Bürgern eine Kostenlos-Mentalität Mode geworden. Das Privat-Fernsehen ist kostenlos, ausserdem schauen die meisten doch eh nur RTL und Co. – warum sollen sie dann für das „Rentnerfernsehen“ bei ARD und ZDF  GEZ zahlen? Daraus entstand eine starke Anti-GEZ Bewegung.
    Angeblich diente die Neufassung des Rundfunkstaatsvertrages dem Ziel, diesem „Volkszorn“ gerecht zu werden und für eine sinnvollere Nutzung der GEZ-Gebühren zu sorgen. Tatsächlich wurde dadurch das Angebot der Sender nicht verbessert – sondern es wurden die Interessen ganz anderer Gruppen befriedigt. Welche das sind, dazu komme ich gleich.

    Die ÖR-Anstalten (ARD/ZDF) haben sich dabei selber ein Stück weit zur Zielscheibe gemacht, indem sie Absichten zeigten, ein Online-Angebot aufzubauen, dass über ihren eigentlichen Bildungs- und Informationsauftrag weit hinausging. Auf Deutsch gesagt reden wir hier von Unterhaltung, interaktive Inhalte, so zu sagen Fernsehen 2.0.

    Wer hat da was dagegen? Nicht die GEZ-Zahler, sondern die Bertelsmann-Gruppe (RTL, Gruner&Jahr), die Pro7-Sat1-Sendergruppe, der Axel-Springer-Verlag etc. Eigentlich jeder größere deutsche Medienkonzern, der hofft, im Internet das Geld zu verdienen, das man mit dem Verkauf Druckmedien (Zeitungen/Zeitschriften), gedruckten Anzeigen und Werbezeit im Privatfernsehen schon lange nicht mehr (ausreichend) verdient. Gerade diese privaten Medien waren auch eifrig bemüht, die Anti-GEZ-Stimmung weiter anzuheizen, mit aufgeblasenen Berichten über angebliche Geldverschwendung bei ÖR-Medien.

    Es geht also schlicht um Konkurrenz. Das wird auch dadurch deutlich, dass Vorgaben des europäischen Wettbewerbsrechts als eine Begründung für die Neufassung dienten. Die „subventionierten“ ÖR-Anstalten würden mit ihrem Angebot den Wettbewerb verzerren. Daraus entstand der sog. Beihilfe-Kompromiss.

    Die Politik ist dabei meiner Meinung nach jedoch zugunsten privater Unternehmen und zum Nachteil der Bürger über das Ziel hinausgeschossen. Was bedeute das in der Praxis? Die ÖR-Anstalten können nicht einmal ihrem eigentlichen Informations- und Bildungsauftrag nachkommen, zumindest was das Internet angeht. Es darf im Internet über das journalistisch berichtet werden, was bereits im Fernsehen thematisiert worden ist. Informationen aus dem Fernsehen dürfen dabei vertieft werden – eine eigenständige Berichterstattung zu Themen, die nicht bereits im Fernsehen behandelt wurden, darf jedoch nicht stattfinden. Hinzu kommt die eingangs von mir als Beispiel angeführte, völlig unsinnige, zeitliche Begrenzung. Eine Nachricht, die älter ist als ein Jahr, findet im öffentlich-rechtlichen Internet nicht statt. Ich nenne das Dokumentation der Zeitgeschichte, was für mich ganz klar zum Bildungs- und Informationsauftrag gehört. Was hier passiert ist Zensur – und damit verfassungswidrig.

    Montag, 5. Juli 2010

    Deutschland schon Weltmeister?

    So, genug gejubelt. Ein Blick zurück und ein Blick nach vorn und mal kurz wieder mit den Füßen auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.

    Deutschland hat bisher gegen Mannschaften gewonnen, die noch nicht mitbekommen hatten, dass die WM schon begonnen hat (Australien), die einfach das Tor nicht treffen (Ghana), die ohne Torwart zu einer WM fahren (England) oder die sich von der Döselichkeit ihres Trainers anstecken liessen (Argentinien). Als sie jedoch mal auf eine Mannschaft trafen, die nichts zu verlieren hatte, die wusste, um was es geht, und die sich nicht auf ihre Stars stütze - da sah die dt. Mannschaft nicht so gut aus (Serbien). Im Nachhinein betrachtet war das gut für die Mannschaft. Ein Warnsignal zur rechten Zeit, das für ausreichend Bodenkontakt gesorgt hat.
    Und jetzt betrachten wir die Sache mal aus Sicht unserer bisherigen Gegner. Ich denke, man hat uns zwar respektiert aber nicht ernst genommen. Klingt paradox, ist aber so. Superjunge Mannschaft, unbekannte Spieler, Ausfall wichtiger Spieler vor dem Turnier, durchwachsene Vorbereitungsspiele ... Jeder, der sich im Fussball ein wenig auskennt weiss zwar, dass man mit einer dt. Mannschaft immer rechnen muss, aber so richtig wusste man trotzdem nicht, wo man dieses Team einordnen soll. Die hatte niemand auf dem Zettel.
    Ich denke, die Spanier wissen inzwischen sehr gut, wo sie uns einordnen müssen. Sie sind gewarnt - und sie haben die Mittel. Sie hatten Gelegenheit unsere Spieler kennen zu lernen. Sie werden versuchen, mit Özil und Schweinsteiger das zu machen, was wir mit Messi und Ronney gemacht haben.
    Die Hauptsache ist daher wohl im Moment, dass die dt. Mannschaft nicht glaubt, was in den dt. Zeitungen mit den großen Buchstaben steht: dass wir sie jetzt alle wegputzen weil eh keiner mehr eine Chance gegen uns hat.

    Irgendwo habe ich gelesen, Deutschland hat die WM schon gewonnen - und es stimmt. Für jeden, der Augen hat, zu sehen, dem ist klar, wer diesen WM-Titel verdient hätte. Die gleiche Mannschaft wie 2006. Die Mannschaft, die es geschafft hat, sich nicht mit deutschen, sondern mit  lenahaften Tugenden in die Herzen der Fans weltweit zu spielen.
    Egal, was am 07.07. geschehen wird - diese Mannschaft wird nie jemand vergessen. Sie haben sich ihren Teil Unsterblichkeit bereits abgeholt. Ein WM-Titel wäre für mich jedenfalls nur noch ein Zuckerstreusel auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen auf der Riesentorte ..... nicht. Das ist natürlich Quatsch. Ich versuche damit nur, mich vorab schon über die bodenlose Ungerechtigkeit dieser Welt hinweg zu täuschen. Ich glaube nun mal an das Gute im Menschen, aber an das Böse in dieser Welt. Hoffen wir einfach, dass diemal die gute Seite siegt! Let the dream come true!

    Samstag, 3. Juli 2010

    Dr. Dutchlove or how I learned to stop hating but to love the Holländer!

    Wer´s noch nicht gemerkt hat - es ist WM. Und heute spielt Deutschland, aber darum wird es hier nicht gehen. Auch nicht um unseren Gegner (oder sollte man sagen Opfer?) Argentinien. Es geht um ein seltsames Phänomen, das in Deutschland um sich greift. Ein Phänomen, dass man vor Jahren - falsch - vor Tagen noch für unmöglich gehalten hätte. "Hup, Holland, hup" hört man aus jedem Wohnzimmer und auf jeder Fanmeile .... na gut, das ist etwas übertrieben. Aber im Internet macht sich eine bislang völlig unbekannte Unterstützung für die Oranjes breit. Welche Gründe gibt es dafür.
    Der erste Grund heisst Van der Vaart mit Nachnamen. Aber er heisst nicht Rafael mit Vornamen, er ist auch kein Fussballer, er ist noch nicht mal ein er! Ihr Name ist Sylvia. Was diese Frau mit ihrer Geschichte und ihrer Art für das Image der Niederlande in Deutschland geschafft hat ist bemerkenswert.
    Als zweiten Grund möchte ich den Holländern gerne zugestehen, dass die Nederlands Elftal bisher eine der wenigen "großen" Mannschaften des Turniers war, die nicht enttäuscht hat, sondern im Gegenteil einen bisher sehr ansehnlichen Fussball gespielt hat.
    Darum würden wir auch sehr gerne ein Finale Deutschland-Niederlande erleben. Die Wiederauflage von ´74 steht ganz oben auf der Wunschliste der deutschen Fans. Das ist Grund drei warum wir den Holländern die Daumen drücken (aber nur bis zum Finale :-).
    Der Hauptgrund jedoch, warum wir alle der holländischen Nationalelf zumindest für das nächste Spiel alles Gute dieser Welt wünschen sollten, heisst Uruguay. Wenn es einen Fussballgott gibt - und wenn der ein wenig Sinn für Gerechtigkeit hat - muss Urugay in der nächsten Runde einfach rausfliegen. Und er soll diesmal bitte nicht 44 Jahre warten, um ein Unrecht auszugleichen. Wer jetzt noch nicht weiss, wovon die Rede ist, schaut sich bitte folgendes Video an:


    Donnerstag, 1. Juli 2010

    Lena-Fan Dave Lombardo

    Davo Lombardo (Slayer) über Lenas  Erstlingswerk (Quelle):
    Lena - "My Cassette Player"
    I love it! Bite and personality. You hear that? "u-ah!"! I can tell by her voice that she wants the crowd. Very sassy, beautiful. Let’s have a beer and listen to a couple more songs. I wanna keep the CD.
    Wer hätts gedacht.

    Wie viel Bier am Tag?

    Mittwoch, 30. Juni 2010

    Captcha, oder: Apropo mehr da ...

    Eben gefunden im Captcha-geschützten Kommentarbereich auf einer Internetseite:


    Hmm, mir stellt sich hier die Frage: Darf man in diesem Fall noch davon sprechen, derjenige sei wohl etwas "angepisst"?

    Freitag, 25. Juni 2010

    Ich bin der Pipimann - Lena-Werke-Verzeichnis (LWV) Nr. 16

    Selten wurde eine Komposition so überschwänglich gefeiert, wie dieses neue Glanzlicht im Oevre der noch jungen Lena Meyer-Landrut. Ist schon in der kompositorischen Klarheit und Stringenz die Aufgabe der Dur-Moll-Tonalität zu Gunsten einer freien Atonalität ganz in der Tradition eines Arnold Schönbergs, die ungehinderte Entfaltung des musikalischen Ausdrucks mit dem vollen Triebleben der Klänge zu erkennen, so greift der so scheinbar simple Liedtext die gesellschaftlich und psychologische Dimension einer zutiefst verunsicherten und in sich gespaltenen Kultur in einer Prägnanz auf, die den Kritiker bewundernd erschauern lässt.

    Hier die Rohfassung:


    Instrumentalisierte Fassung: LML feat. Patrick Sommer - (Ich bin der) Pipimann


    Das jambische "Ich bin" assoziiert einen René Descartes, der die eigene Erkenntnisfähigkeit als nicht weiter kritisierbares Fundament formuliert. Und drängt sich nicht unmittelbar das Imperiale „L’État, c’est moi" eines Sonnenkönigs auf, gleichbedeutend einem "Jetzt bin ich drin. Jetzt bin ich drin im Geschäft", auf. Selten wurde das universelle Prinzip der Resonanz "Manifestiere all das, was Du Dir im Leben wünschst" so unmissverständlich dargeboten.

    Gehen wir weiter im Text und erkennen zuerst den "Pipimann" und die erst an zweiter Stelle die "Pipifrau". Ist das nur der Ausdruck einer um Euphemismus wenig bemühten Dichtkunst? Ist das Pipi als Konnotat oder gar als Denotat zu Mann und Frau zu verstehen? Spiegelt sich hier gar der Kampf der Maskulinität als Konfliktlösung durch fairen Kampf gegenüber der Femininität als Konfliktlösung durch Gleichheitsprinzip wider? Nein, die Autorin führt genau dieses Prinzip ad absurdum, in dem sie es ironisch bricht oder auch nicht! Pipi als das Pipi schlechthin, nicht im übertragenen Sinne, sondern als das Niedere, Abstößige, nicht Gesellschaftsfähige. Ist nicht nach Fischer-Homburg die westlich-neuzeitliche Geschichte der Kontrolle der Nahrungsaufnahme und -ausscheidung identisch mit der Geschichte der Etablierung der kontrollierenden Herrschaft "des Mannes" über die Welt? Und verharrt hier nicht der Mann auf der Entwicklungsstufe eines dauernd reviermarkierenden Paschas, während die Frau sich mit dem cognitiven Imperativ "Das weiß ich ganz genau" des Mannes Verweiblichung, seine Entmannung betreibt, sein ganzes künstlerisches Schaffen konterkariert.

    Ich bin der Pipi-Mann, ich mach’ Pipi wann ich kann. Ich bin die Pipi-Frau. Und das weiß ich ganz genau!

    Lena Meyer-Landrut hat sich damit in eine Reihe mit den großen Philosophen von Platon über Thomas von Aquin bis zu Immanuel Kant gestellt. Es steht außer Frage, dass Lenaismus und Lenastenie Ethik und Philosophie revolutionieren wird. So bleibt uns abschließend nur noch die Aufgabe die vier Kantschen Fragen in das Lenaistische Universum einzuführen

    Was kann ich über Lena wissen?
    Was soll ich für Lena tun?
    Darf ich auf ein Treffen mit Lena hoffen?
    Was ist der Mensch ohne Lena?


    Autor / Quelle: Ritter der Lilie / Lena Meyer-Landrut Fanclub

    Dienstag, 8. Juni 2010

    Lena Meyer-Landrut in Wahrheit total langweilig!

    Immer wieder liest man ja in div. Foren etc., Lena sei gar nicht so witzig und so, das sei alles nur mache. Ich hab das bisher nicht geglaubt.
    Aber jetzt habe ich die Wahrheit erfahren. Ich hab da nämlich nen Kumpel der einen kennt dessen Mutter bei der Zulassungsstelle arbeitet, bei der der Onkel von Anke Engelke seinen Wagen zugelassen hat. Und die hat einem Freund erzählt, wie das da in wirklichkeit läuft. Die ganzen Sprüche und Grimassen... alles einstudiert, stammt alles von dem Team das auch für Stafan Raab die Gags schreibt aber vor allem auch von Anke Engelke. Habt ihr von der denn in letzter Zeit im Fernsehen was gesehen - ausser als sie beim Casting in der Jury saß? Das war auch keinesfalls Zufall, dass sie da war, obwohl sie ist ja nun im gegensatz zu den anderen die in der Jury waren nicht gerade als Sängerin oder Musikerin bekannt ist (auch wenn sie ab und zu mit einer Band als Sängerin auftritt).
    Welchen anderen Grund sollte es für ihre Anwesenheit dort gegeben haben. Ganz einfach - sie war eh schon die ganze zeit an der Show beteiligt. Die ist nämlich seit der ersten Show nur noch mit dem Spontaneitätscoaching mit Lena beschäftigt.
    Interviewpartner müssen ihre Fragen auch schon Wochen vorher bei Brainpool einreichen. Die Antworten und Reaktionen werden dann haarklein mit Lena vorbereitet, was natürlich einen enormen Zeitaufwand erfordert.
    Auch all das wollte ich erst nicht glauben, aber dann habe ich mir nochmal die Show angesehen, bei der Anke in der Jury war. Achtet da mal auf Lenas Mimik und Gestik und die von Anke Engelke, als die sie für die geniale Songauswahl lobt ("I´m singing oh,oh, on a Friday night...") Das ist unheimlich, als wäre da ein Spiegel zwischen den beiden. Da haben die sich eigentlich schon verraten.

    http://www.unser-star-fuer-oslo.de/videos/player/index.html?contentId=61984&initialTab=sendung&showId=1447-01

    Donnerstag, 15. April 2010

    Runter kommen sie immer!

    Text zu "Der Flug des Phönix" bei tvmovie.de
    Da stellt sich die Frage: Sind bei einem Absturz schon mal ein paar Passagiere oben geblieben?

    Dienstag, 13. April 2010

    Unglaublicher Solitaire-Screenshot

    Mir war langweilig, während mein PC mit einer aufwendigen Video-Task beschäftigt war. Und da kam ich auf die Idee auch noch mein Solitaire zu starten. Das muss den Rechner leicht überfordert haben - jedenfalls beherrschte er plötzlich nicht mehr die Spielregeln ;-) Kein Fake, kein Photoshop!

    Dienstag, 9. März 2010

    Interpunktion ROFLMAO

    Ich konnt´s echt nicht glauben - musste an die beiden Dinge denken, die laut Einstein unendlich sein sollen, oder auch nicht.


    Freitag, 5. März 2010

    Katastrophenalarm

    Beinahe jeden Tag lesen oder hören wir in den Nachrichten von Katastrophen. Zuletzt gestern die Schiffskatastrophe im Mittelmeer - ausgelöst durch mehrere bösartige Riesen-Mega-Killerwellen, die, wenn man der Dramatik der Bereichterstattung nur oberflächlich folgt, eine ganze Schiffsflotte versenkt und tausende in den feuchten Tod gerissen haben müssen... moment, nein:, nochmal genauer hinschauen: ein Kreuzfahrtschiff wurde beschädigt und - und das ist tatsächlich tragisch - zwei Menschen wurden dabei getötet und mehrere verletzt.
    Aber ist das eine Katastrophe?
    Im Jahr 2008 wurden auf deutschen Strassen 467 Menschen getötet. Wo war der Katastrophenschutz, warum wurde, trotz dieser erschreckenden Zahl an Opfern (es gab auch über 400.000 Verletzte), nie Katastrophenalarm ausgelöst? Die Erdbeben auf Haiti und in Chile sind mit sicherheit Katastrophen - aber war das Erdbeben der Stärke 3,2, dass diesen Dienstag den Zollern-Alb-Kreis (BaWü) erschütterte, deshalb auch eine Katastrophe. Mit Sicherheit nicht, weshalb dieses Erdbeben es auch nicht in die Abendnachrichten schaffte. Irgendwo dazwischen muss es eine Grenze geben.

    Zitat Wikipedia:
    Kriterien zur Definition
    Katastrophe im engeren Sinn ist dabei eine länger andauernde und meist großräumige Schadenlage, die mit der normalerweise vorgehaltenen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei) nicht mehr angemessen bewältigt werden kann und die nur mit überregionaler (oder internationaler) Hilfe und zusätzlichen Ressourcen (Militär sowie nicht organisierte Bevölkerungsteile) unter Kontrolle gebracht bzw. gelindert werden werden kann.


    Der Zwischenfall auf dem Kreutzfahrtschiff für die Betroffenen und deren Angehörige wohl so etwas wie eine  persönliche Katastrophe - so ist das bei einem unverohergesehenen Tod eines Angehörigen. Aber es war bei weitem eben keine Katastrophe für die Allgemeinheit. Die Seefahrt im allgemeinen und die Seefahrt vor der spanischen Küste im besonderen sind heute noch genau so sicher (oder unsicher) wie noch vor einer Woche. Von katastrophalen Verhältnissen kann keine Rede sein.
    Trotzdem Berichten Stern.de, Euronews.net, topschlagzeilen.de und mit Sicherheit viele andere Medien, die meiner Schnellsuche in Google entgangen sind, in diesem Zusammenhang von einer Katastrophe.
    Lasst euch nicht kirre machen - die Welt besteht nicht nur aus Katastrophen!
    Zum Schluss möchte ich euch daher folgende Nachrichtenseite ans Herz legen: goodnewstoo.de - denn es gibt auch gute Nachrichten.

    Dienstag, 23. Februar 2010

    Brot ist gefährlich

    - Mehr als 98% aller verurteilten Verbrecher sind Brot-Konsumenten. Verlässlichen Informationen zufolge ist auch innerhalb krimineller und terroristischer Vereinigungen der Konsum von Brot weit verbreitet.
    - Mehr als 90% aller Gewaltverbrechen werden innerhalb von 24 Stunden nach dem Konsum von Brot begangen.
    - Die Hälfte aller Kinder, die in Haushalten aufwuchsen, in denen Brot konsumiert wird, schneidet bei Intelligenztests unterdurchschnittlich ab
    - Im 18. Jhd., als noch das meiste Brot selbst produziert wurde - teilweise in den eigenen vier Wänden - lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei weniger als 50 Jahren. Die Kindersterblichkeitsrate war extrem hoch, ebenso die Sterblichkeit der Gebährenden. Krankheiten wie Typhus und Gelbfieber töteten große Teile der Bevölkerung.
    - Um statistische Fehler auszuschliessen wurde eine möglichst große Gruppe an Personen untersucht. Dabei ergab sich eine nahezu 100%ige Sterblichkeit aller Brotkonsumenten der Geburtsjahrgänge zwischen 1850 und 1900 - unabhängig von etnischer oder geografischer Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht. Auch die wenigen überlebenden sind durch den oft lebenslangen Brotkonsum schwer gezeichnet. Sie leiden meist an extrem leicht brechenden Knochen, stark eingeschränkter Beweglichkeit, faltiger Haut, schwindendem Augenlicht und fast allen sind mittlerweile sämtliche Zähne ausgefallen. Untersucheungen an den Geburtsjahrgängen von 1900 bis 1950 zeigten oft bereits die gleiche Symptomatik, jedoch noch in geringerer Ausprägung. Ihre Prognose sieht jedoch schlecht aus.
    - Brot wird aus einer Substanz namens "Teig" hergestellt. Es ist erwiesen, dass bereits die geringe Menge von 500g Teig ausreicht um eine Maus zu ersticken. Der Durschnittseuropäer isst diese Menge innerhalb weniger Tage!
    - In pimitiven Gesellschaften, die Brot nicht ausgesetzt sind, gibt es deutlich weniger dokumentierte Fälle von Krebs, Alzheimer, Parkinson und Osteoporose.
    - Brot macht erwiesenermassen süchtig. Probanten, die zunächst mit Brot und Wasser versorgt wurden denen anschliessend kein Brot mehr verabreicht wurde verlangten meist innerhalb eines Tages wieder nach Brot - teilweise bereits nach wenigen Stunden. Ihr Verlangen nach Brot wurde dabei im Laufe der Zeit geradezu übermächtig und bestimmte sehr bald ihr gesamtes Handeln und Denken. Sie zeigten darüberhinaus eine deutliche Entzugssymptomatik. Zunehmende Aggression gegenüber den Experimentatoren, aber auch Schwächeanfälle. Der körperliche Allgemeinzustand verschlechterte sich rapide mit letztlich wohl letalem Ausgang wäre das Experiment nicht rechtzeitig beendet worden.
    - Brot ist dabei zusätzlich eine Einstiegsdroge. Untersuchungen beweisen: Der Konsum von Brot führt sehr bald zum Konsum von "härteren" Substanzen wie Butter, Marmelade, ja sogar Schinken, Käse und kaltem Aufschnitt.
    - Brot in seinem trockenen Rohzustand ist in der Lage, große Mengen Wasser zu absorbieren. Zwar sind die Folgen von Brotkonsum in dieser Hinsicht noch unzureichend erforscht - da der menschliche Körper zu mehr als 90% aus Wasser besteht sind sie jedoch vermutlich gravierend.
    - Neugeborene können an Brot ersticken.
    - Brot wird bei Temperaturen um 200-240°C gebacken. Diese enorme Hitze kann einen erwachsenen innhalb von Minuten töten.
    - Brot wirkt sich auf die funktionsfähigkeit des Gehirns aus. Auffallend viele Brotesser sind in unfähig, zwischen signifikanten, wissenschaftlichen Fakten und bedeutunglosem statistischen Schwachsinn zu unterscheiden.

    In Anbetracht all dieser Tatschen fordern wir daher:
    1. Verbot der Abgabe von Brot an Minderjährige. Verkauf von Brot an Erwachsene nur noch durch zertifizierte Händler nach eingehender Beratung.
    2. Groß angelegte Aufklärungskampagnen um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Gefahren des Brotkonsums zu schaffen. Motto: "Sag nein zu Brot!"
    3 Kennzeichnungpflicht für Brot und brothaltige Produkte mit einem braunen Totenkopf.
    3. Einführung einer 300%ige Brotsteuer um die Kosten die der Gesellschaft druch Brotkosnum entstehen zu refinanzieren.
    4. Verbot der Werbung für Brot wenn sie darauf abzielt, Kinder und Jugendliche zum Brotkonsum zu ermuntern. Werbung für Brot nur noch nach 22 Uhr.
    5. Die Einführung von brotfreien Zonen in und um Schulen und andere öffentliche Gebäude.
    6. die Bereitstellung öffentlicher Forschungsgelder zur weiteren Erforschung und zur Entwicklung wirksamer Therapien.

    Donnerstag, 4. Februar 2010

    Schwanger durch Messerstich

    Der Online-Dienst des amerikanischen Senders ABC bereichtete gestern von einem der seltsamsten Fälle ungewollter Schwangerschaft in der Geschichte der Medizin. Das ganze soll sich bereits 1988 in Lesotho zugetragen haben.
    Eine schwangere 15-Jährige erschien dort in einer Klinik da die Wehen eingesetzt hatten. Das seltsame daran: bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass das Mädchen keine Vagina hatte - ein Geburtsdefekt (Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom). Eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege war dadurch ausgeschlossen. Auch das Mädchen selbst konnte sich die Schwangerschaft nicht erklähren. Bei der Durchsicht der medizinischen Unterlagen stellte sich heraus, dass sie ca. 9 Monate zuvor schon einmal in der Klinik war. Damals hatte ihr Ex-Freund sie beim Oralverkehr mit ihrem neuen Freund erwischt. Es kam zu einem Kampf und sie erlitt dabei einen tiefen Messerstich in den Unterbauch.
    Die Wunde wie üblich versorgt und dabei mit reichlich Kochsalzlösung gespült. Dann hat man sie zugenäht und nach Hause geschickt.
    Die Erklährung, wie es zu der Schwangerschaft kam, ist also unglaublich, aber offensichtlich. Das Sperma muss durch die offene Wunde in die Reproduktionsorgane des Mädchens gelangt sein.

    Eine Urban Legend? Liest man den Artkel spricht vieles dafür. ABC nennt als Quelle einen Blog. Weitere Quellenangaben fehlen - ebenso wie genaue Ortsangaben oder Namensnennungen (z.B. des behandelnden Arztes oder der Klinik). Weitere Recherchen (etwas, das eigentlich die Redakteure von ABC hätten tun sollen) führten mich jedoch zu diesem Artikel in der U.S. Nationalbibliothek für Medizin des National Institutes of Health. Ich denke, viel glaubwürdiger kann eine Quelle nicht sein.

    Montag, 1. Februar 2010

    Datenklau - ausnahmsweise bin ich dafür!

    Anscheinend ja das Hauptthema heute in Deutschland - soll man die gestolenen Kontodaten der Steuerhinterzieher kaufen oder nicht. Was spricht dagegen? Ein Staat erwartet von seinen Bürgern Gesetzestreue. Da gibt es z.B. ein Gesetz gegen Helerei, das es verbietet, Diebesgut zu kaufen, da man damit einen Anreiz für weitere, ähnliche Straftaten schafft. Man könnte dem Deutschen Staat also zweierlei vorwerfen: Erstens verlangt er von seinen Bürgern etwas, nämlich die Einhaltung der Gesetze - ist aber selber bereit, diese zu brechen sobald es seinen interessen dient. Zweitens würde er weitere Straftaten provozieren. Beides wäre unethisch. 
    Ich neige jedoch zu einem anderen Standpunkt. Ich vergleiche das mit Sonderrechten oder Notwehr. Was ist gemeint? Sonderrechte gelten z.B. für Fahrzeuge mit Blaulicht, die es vereinfacht gesagt erlauben, Verkehrsregeln weitgehend zu missachten. Ein Polizeifahrzeug kann also mit überhöhter Geschwindigkeit rechts überholen und rote Ampeln missachten - z.B. bei der Verfolgung eines Bankräubers. Dabei wird sogar das erhöte Risiko von Unfällen und damit verbundenen Personenschäden unbeteiligter in Kauf genommen.
    Jetzt ist das Überfahren einer roten Ampel keine Straftat, sondern nur eine Ordnungswiedrigkeit. Noch besser trifft es daher der Vergleich mit Notwehr. Bleiben wir beim Beispiel des Bankräubers. Nehmen wir an, er hat Geiseln genommen. Eine Geisel hat er bereits erschossen und er droht mit der Tötung weiterer Geiseln. Die Polizei hat in diesem Fall die Möglichkeit des sog. "finalen Rettungschusses" - eine Art erweiterte Notwehr zur Abwendung von Gefahren von Dritten.
    All dem liegt der Grundsatz der Verhältnismässigkeit der Mittel zugrunde - und ich halte es nun einmal für mehr als verhältnismässig, wenn man einem Kapitalverbrecher (dem Datenräuber) ein paar Millionen zahlt und ihn laufen lässt um damit hunderte oder tausende andere Straftäter Dingfest zu machen, die systematisch 80 Mio. besehlen indem sie das deutsche Steruersystem untergraben. Steurhinterzieher bestehlen nicht den Staat - sie bestehlen jeden ehrlichen Steuerzahler! Dich und mich!
    Und auch das Argument, man würde zu weiteren Straftaten verleiten wird finde ich damit wieder aufgewogen, dass dem eine wesentlich größere Zahl an potentiellen Straftätern gegenübersteht, die genau dadurch evtl. von zukünftigen Taten abgeschreckt werden.


    Nicht so schlimm?

    "Du, Boss - schlechte Nachrichten: Mein rechter Aussenspiegel ist wahrscheinlich kaputt."

    "Was heisst da wahrscheinlich?"

    "Kanns nicht so genau erkennen - der Laster liegt druff!"

    Von Google Earth Fundstücke

     (Bild mit freundlicher Genehmigung von Google-Earth. Bild in Google-Earth anzeigen)

    Sonntag, 31. Januar 2010

    Spam-Mails und Werbeanrufe vermeiden

    Weil mir gar nichts besseres einfällt möchte ich heute mal zwei nützliche Services ampfehlen, die dabei helfen, ungewünschte Werbeanrufe und Spam-Mails zu reduzieren (ganz vermeiden lässt sich beides leider nie).

    Das erste, was ich euch zeigen möchte ist trash-mail.com. Nehmen wir mal ein beliebiges Beispiel. Ihr ladet eine Kostenlose Software aus dem Internet - die Sache hat nur einen kleinen Haken. Um das Programm zu nutzen müsst ihr euch beim Hersteller mit euerer Mailadresse registrieren lassen. Auf diese Adresse erhaltet ihr dann einen Freischaltcode.... und wöchentlich oder sogar täglich unerwünschte sog. Produktinformationen dieser Firma - ausserdem wisst ihr nicht, an wen die Adresse evtl. weitergegeben wird. Genau dafür ist trash-mail.com die perfekte Lösung. Aber Achtung: Benutzt dieses Postfach nicht, um euch wichtige und sicherheitsrelevante Mails schicken zu lassen. Auf dieses Postfach hat jeder Zugriff!

    Kommen wir zu den Werbeanrufen. Ihr sollt im Internet, in einem Formular oder sonstwo eine Rufnummer angeben - habt aber absolut keine Lust darauf, tatsächlich angerufen zu werden. Und auch hier könnt ihr nie sicher sein, wo eure Rufnummer evtl. am Ende landet. Dafür gibt es Frank geht ran! Auf dieser Seite findet ihr eine ganz gewöhnliche Handy-Rufnummer, die ihr in diesen Fällen immer angeben könnt. Speichert sie am besten in eurem Handy ab. Der Anrufen bekommt dann das hier zu hören. Ich habe mir auch angewöhnt, diese Rufnummer auch dort anzugeben, wo die Eingabe einer Rufnummer nicht Pflicht ist. Diese Werbe-Anrufer sollen sich von mir aus an dieser Nummer zu Tode telefonieren.
    Und dazu noch ein Tipp, den ihr auf der Homepage von Frank geht ran nicht findet. Solltet ihr dennoch einen Werbe-Anruf erhalten, bringt es oft nichts zu sagen, man habe kein Interesse. Der nächste Anruf kommt bestimmt, da die Callcenter-Agenten meistens keine Möglichkeit haben, Nummern aus der Datei zu löschen - aber oft können sie sie ändern. Also sagt doch einfach, dass der gewünschte Gesprächspartner unter dieser Nummer leider nicht mehr erreichbar ist und gebt eine andere Rufnummer an - und lasst Frank rangehen ;-)

    Donnerstag, 28. Januar 2010

    Alternativen zur Vernunft

    War es im 20. Jhd. die vorangegangene Industrialisierung, die zusammen mit dem Nationalismus zu Spannungen führte, so sind es in diesem Jhd. bisher v.a. kulturelle Konflikte , entstanden aus unserem unersättlichen Hunger nach Energie. Machen wir uns nichts vor - 1. und 2. Irak-Krieg, Terrorismus, neue Ost-West-Spannungen - es geht letztendlich um Energie, und zwar in Form von Öl und Gas.
    Was auf uns zukommt ist jedoch noch gravierender - die großen Probleme werden Trinkwasser, Nahrungsmittel und schlichtweg Lebensraum werden. Zu verdanken haben wir das dem Klimawandel. Und es ist nur zu offensichtlich, dass die Energie- und die Klimafrage zusammengehören.

    Warum komme ich heute ausgerechnet auf diese Gedanken. Zum einen ein Bericht gestern (ich glaube im WDR) über den Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland und die doppelzüngigen Bekenntnisse unserer Politiker zum Klimaschutz (siehe dazu mein Beitrag von gestern). Zum anderen steht heute mal wieder eine dieser großen, alles entscheidenden Konferenzen an - die zu keinem Ergebnis führen wird (Afganistan-Konferenz in London). Und dann stolpere ich heute zufällig über ein Zitat, das die Situation und das Verhalten unserer Politiker nicht treffender beschreiben könnte.
    Das Zitat stammt von dem israelischen Diplomaten Abba Eban und ist schon etwas älter - aus dem Jahr 1970; aus einer Zeit, als der Nahost-Konflikt mal wieder traurige Höhepunkte erlebte (6-Tage-Krieg, PLO-Terror, Jom-Kippur-Krieg). Aber es passt genau so auf unsere heutige Situation:

    "Die Geschichte lehrt uns, dass die Menschen und die Nationen sich weise verhalten, sobald ihnen erst alle anderen Alternativen ausgegangen sind."

    Besser kann man es nicht ausdrücken, oder? Schön finde ich an dem Zitat, dass er nicht nur von Nationen spricht, sondern von Menschen. Also, fangt an, euch weise zu verhalten - und wartet nicht darauf, dass die Politiker es tun!

    Montag, 25. Januar 2010

    Endlich gefunden - Die Einparkformel

    Jeder von uns ist schon mal an eine Parklücke hingefahren und hat sich gefragt, ob die Lücke zum Parken groß genug ist. Endlich hat das herumrätseln ein Ende, denn Simon Blackburn, Professor an der University of London hat sie endlich gefunden - die Einparkformel.
    Alles was man braucht sind ein paar Masse: Die Breite des Fahrzeugs vor der Lücke (w), den Abstand des vorderen Endes des eigenen Fahrzeugs zur Vorderachse (k), den Radstand, also den Abstand von Vorder- und Hinterachse (l) und den Radius des Wendekreises des zu parkenden KFZ. Das ist schon alles ;-) Jetzt nur noch in die Formel unten einsetzen, und man weiss, um wie viel die Lücke länger sein muss als das eigene Fahrzeug (gilt für Parken in einem Zug).
    Ach ja, was man noch braucht sind natürlich Ohrstöpsel. Sonst geht einem das Gehupe der hinter einem wartenden auf die Nerven und man kann sich nicht ordentlich auf die nötigen Vermessungsarbeiten und die anschliessende Rechnerei konzentrieren ;-)

    Quellen: npr.org   bzw. Simon R. Blackburn: The Geometry of Perfect Parking

    Verbreitet Google Trojaner?

    Um es gleich mal Vorweg zu nehmen - nein! Aber seit heute schlagen verschiedene Antivirenprogramme - vornehmlich die Produkte von Kaspersky - Alarm bei Internet-Seiten auf denen Anzeigen von Google erscheinen. Dies betrifft eine Warnmeldung vor dem Trojaner Trojan.JS.Redirector.ar.
    Es handelt sich dabei um ein sog. "false positive" - auf deutsch, ein Fund der keiner ist. Die Meldung kann ignoriert werden.
    Kaspersky ist dieses Problem bekannt und es wird daran gearbeitet. Info von Kaspersky (englisch)

    Und wer in Zukunft ruhe haben will vor sowas - hier meine Empfehlung: Die aktuellste Version von Firefox nutzen (der Internet-Explorer ist immernoch das Hauptangriffsziel der meisten Schädlinge im Netz) und unerwünschte Werbung und Scripte abblocken mit AdblockPlus und NoScript.
    Selbstverständlich sollte man trotzdem eine Firewall und ein Antivirenprogramm auf dem Rechner haben.

    Firefox 3.6 - geändertes Tab-Verhalten

    Habe mich gestern entschieden, auf das aktuelle Firefox 3.6 upzugraden (obwohl verschiedene AddOns noch nicht kompatibel sind). Bin auch so ganz zufrieden damit, allerdings gibt´s da etwas, dass mich stört. Die neue Version öffnet Tabs nicht mehr am Ende rechts, sondern direkt neben dem Tab, in dem ich mich gerade befinde. Das finde ich manchmal sinnvoll - meistens jedoch nicht.
    Bei Opera kann man das Einstellen - wenn man in die Firefox Einstellungen schaut findet man allerdings nichts dergleichen. Macht nichts - geht trotzdem. Hier die Anleitung, wie Firefox die Tabs wieder ganz aussen rechts öffnet:
    1. Am besten neues Browserfenster öffnen (dann habt ihr diese Anleitung immer im Auge wenn ihr das Fenster entsprechend verkleinert)
    2. In die Adresszeile about:config eingeben
    3. Die Warnmeldung bestätigen und ernstnehmen ;-)
    4. Zum Eintrag browser.tabs.insertRelatedAfterCurrent scrollen und doppelklicken. Der Wert rechts daneben wechselt jetzt von true auf false
    5. Browserfenster schliessen - fertig.
    Die auffälligste Neuerung, neben dem Tab-Verhalten, dürfte die Möglichkeit sein, mit Personas das Aussehen des Browser wirklich schnell und unkompliziert den eigenen Wünschen anzupassen. Bin normalerweise kein zwanghafter "customizer" - aber das finde sogar ich ziemlich gelungen. Einfacher gehts wirklich nicht.

    Samstag, 23. Januar 2010

    Mauslos unglücklich

    So - das hier ist vermutlich der kompliziertese Post, den ich bisher geschreiben habe. Vor ca. 2 Stunden ist nämlich meine Maus verreckt. Ich meine keinen kleinen Nager, sondern natürlich die Maus von meinem PC. Da kommen gleich zwei wirklich dumme Sachen zusammen. Erstens: Es ist Samstag - und ne Tankstelle, die Computermäuse verkauft, kenne ich persönlich noch nicht. Zweitens: Das war schon die "Ersatzmaus" die ich irgendwann mal ausgemustert hatte, weil sie zu Doppelklicks neigte. Dachte die tuts jetzt erstmal (meine USB-Funkmaus hatte vor 3-4 Wochen schon aufgegeben).

    Aber ich dachte mir, diese sportliche Herausforderung nimmst du an ;-) Schaffst du das, einen Post zu schreiben und zu veröffentlichen - mit ohne Maus (incl. PC hochfahren, Firefox starten, zur Seite navigieren ...)?

    Hier ist der Beweis, es geht. Probierts mal aus - und in Zukunft werdet ihr vermutlich vieles schneller und einfacher erledigen können - Tastaturkürzel sind was tolles! Trotzdem will ich wider eine MAUS!

    Edit: Es ist jetzt Sonntag früh - 8:11 Uhr - und ich habe die Lösung meines Problems geträumt - ob ihrs glaubt oder nicht. Selbstverständlich war meine Maus nicht kaputt, aber sie ging nicht mehr - so gesehen war, was ich oben geschrieben habe, richtig.
    Kurz zur Vorgeschichte, es gab nen kleinen Crash, der PC fuhr automatisch wieder hoch - nur die Maus wollte halt nicht mehr. Wie gesagt, meine Ersatzmaus - eine alte PS/2 Funkmaus. Nein - das ist keine Maus für eine Playstation 2 ;-) Eine Information für die jüngeren unter uns: Mancher mag sich schon gefragt haben, was das alles ist da auf der Rückseite des PC. Bevor die Computerhersteller gemerkt hatten, dass die meisten User nicht ohne weiteres in der Lage sind, den richtigen Stecker in die richtige Buchse zu stecken, also vor der Erfindung der USB-Schnittstelle, gab es tatsächlich für jedes externe Gerät (Maus, Drucker, Kopfhörer...) einen eigenen Steckplatz. Und meine alte Ersatzmaus wird tatsächlich noch über diese Urzeitliche sog. PS/2-Schnittstelle betrieben. Nach dem Crash war meine Befürchtung, nicht die Maus hätte einen Schaden, sondern diese Schnittstelle hätte bei dem Crash was abbekommen.
    Jedenfalls kam mir heute Nacht im Schlaf die Erleuchtung, es doch mal mit einer System-Wiederherstellung zu versuchen - und sie geht wieder - Heureka! ;-)

    Freitag, 22. Januar 2010

    Macht Bild-Lesen blöd?

    Klar, die Überschrift meines heutigen Posts ist provozierend und reisserisch. So was sollte man nicht tun. Schliesslich impliziere ich damit, dass Millionen deutsche durch jahrelangen Konsum einer sogenannten Zeitung mittlerweile geistig ziemlich degeneriert sein müssen. Das gleiche gilt für die Mitarbeiter eines großen deutschen Verlagshauses - die entweder selber druch ihre Arbeit an dieser Zeitung schon komplett der geistigen Umnachtung anheim gefallen sind, oder... sie sind extrem clever!

    Aber als ich die heuteige Schlagzeile sah, dachte ich mir: Da hat sich gestern vor der Redaktionssitzung die komplette Redaktion die letzten paar verbliebenen Gehirnzellen weggeballert - vermutlich an Druckfarbe geschnüffelt. Oder wie kann man es sich anders erklären, dass diese Zeitung anscheinend mit Gewalt versucht, einen großen Teil ihrer Leserschaft zu verprellen?
    Na gut, nachdem ich meinen Gefühlen erstmal freien Lauf gelassen habe werde ich nun mal etwas sachlicher. Fast mehr als die heutige Bild-Schlagzeile (siehe Bild links) stört mich dann nämlich die Kernaussage des darauf folgenden "journalistischen Beitrags". Es wird die Frage gestellt, ob die Harz IV-Leistungen zu hoch seien - und somit kein Anreiz mehr besteht, Arbeiten zu gehen. Vergleichen wird das mit der üblichen Bezahlung in vielen Niedriglohnberufen oder Zeitarbeitertarifen. Geht´s noch? Muss man nicht eher fragen, was falsch läuft, wenn Menschen 40 Std. in der Woche arbeiten, aber mit einem "Gehalt" nach Hause kommen, dass sich im Bereich des Existenzminimums bewegt? Wenn ich statt dessen für fast das gleiche Geld die ganze Zeit zuhause im Warmen sitzen kann, halte ich dies für vernünftig! Alle Niedriglohnempfänger sollten ab sofort ihre Jobs hinschmeissen und auf Harz IV umstellen.
    Entweder würde dann der Gesetzgeber endlich gezwungen, Mindeslöhne verbindlich vorzuschreiben, die Arbeit wieder attraktiv machen - oder die Arbeitgeber würden von sich aus vernünftige Löhne bezahlen um wieder an Arbeitskräfte zu kommen.
    Lesen Sie weitere Informationen: Massenverblödungsmittel in Deutschland gefunden!

    Samstag, 16. Januar 2010

    Drei Grazien

    Es war einmal ein Fotograf, der hatte drei Freundinnen - natürlich Models. Die drei wussten voneinander - was natürlich für gewisse Spannungen sorgte - aber eine Weile ging das ganz gut.
    Eines Tages beschlossen die drei Frauen jedoch, dass es so nicht weitergehen könne. Mit dem Lotterleben sei jetzt Schluss, er müsse sich jetzt mal endgültig für eine von den dreien entscheiden - und die dann auch Heiraten.
    Das sah der Fotograf sogar ein - aber er wusste nicht, wie er sich entscheiden sollte. Irgendwie liebte er sie alle drei. Also dachte er sich einen kleinen Test aus. Er gab jeder der drei Frauen 1.000€ und sprach zu ihnen: "Macht damit was ihr wollt. Aber nach einer Woche, möchte ich wissen, was ihr damit gemacht habt - und dann werde ich entscheiden".

    Nach einer Woche kamen die Vier wieder zusammen und der Fotograf wollte jetzt wissen, was aus dem Geld geworden ist. Das erste Model sprach:"Ich habe das Geld in einen Visa-Kurs bei einer Top-Visagistin und entsprechende Ausrüstung investiert - so kann ich dir in Zukunft bei deinen Shootings helfen".
    Die zweite aber spraach:"Wie du weisst, habe ich ein gutes Händchen was Investitionen angeht. Ich habe also jeweils einen Teil des Geldes kurz- , mittel- und langfristig Investiert - natürlich auch mit der entsprechenden Risikostreuung. Die Gewinne aus dem Investment werden wir später gut gebrauchen können"
    Und schliesslich die dritte: "Mit 1000,-€ liess sich natürlich nicht so viel machen - aber ich habe das Studio ein wenig Renoviert und verschönert. Du hast neue Hintergründe und Lichtformer"

    Der Fotogaf war jedesmal beeindruckt, was die drei Frauen mit seinem Geld angefangen hatte. Was denkt ihr, für welche der drei Frauen er sich entschieden hat?




    Na, er nahme die mit den größten Brüsten ;-)

    Freitag, 15. Januar 2010

    Erster Eindruck: Dörr Monopod "Profi Mono 3"

    So, es geht mal wider um Fotografie - heute um Hardware. Ich bin Amateurfotograf, leider ein ziemlich geiziger. Das stellt für mich selber manchmal ein Problem dar, da ich nicht einfach das Teuerste kaufe, sondern meist das Billigste, was meinen Ansprüchen gerade noch gerecht wird. Nun ja, meine neueste Errungenschaft ist jedenfalls das bereits in der Überschrift erwähnte Einbeinstativ, Kostenpunkt lt. preisliste 45,- €. Dieses Wochenende wird es bei einem größeren Sportevent 2 Tage lang beweisen müssen, was es in der Praxis taugt. Heute mal meine ersten Eindrücke. Dazu muss man wissen, dass ich mich u.a. für dieses Modell entschieden habe, da ich bereits seit langem im Besitz eines damals ebenfalls recht günstigen Dörr-Stativs befinde - das Dörr Adventure Hercules. Es ist immernoch im Handel erhältlich und mit ca. 40€ sogar um 5€ günstiger. Kein Profi-Teil, aber recht gut geeignet für den mobilen Einsatz da schön leicht und ausreichend Stabil. Ein Vergleich (so weit möglich) der beiden erfolgte quasi ganz von alleine und wird wesentlicher Bestandteil meiner Beurteilung sein.

    Zunächst ein paar technische Daten zum Einbeinstativ: Länge 62 - 179cm. Gewicht 480g. 3-Wege-Kopf (abnehmbar), Fußarretierbügel. Zubehör: Wechselplatte, Tragetasche - im Lieferumfang enthalten.
    Die Länge und die Wechselplatte waren dabei für mich, neben dem Preis, entscheidende Kaufargumente.

    Der dreifach ausziehbare Fuß, offensichtlich Alu-Rohr, macht einen relativ stabilen Eindruck. Die Griffpolsterung liegt zunächst ganz gut in der Hand - lässt sich aber am Rohr relativ leicht "verdrehen". Zudem habe ich ziemlich kleine Hände - wer große Pranken hat, dem könnte das nicht ganz reichen. Der Kopf ist abnehmbar und auf ein Standard-Gewinde aufgeschraubt.  Vielleicht werde ich später davon gebrauch machen und mir einen besseren Kopf zulegen.


    Der Kopf ist nämlich ein kleiner Problemfall. Das Material und die Art der Verarbeitung machen keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck. Spätestens hier muss der Vergleich mit meinem alten (dreibein-)Stativ erfolgen. Ich kann hier viel darüber schreiben - aber besser ihr seht es selbst, deshalb ein paar Bilder (klicken zum vergrößern).

    Beim Dreibein würde ich von Kunststoff sprechen - beim Einbein höchstens von Plastik - ja, ich mache da einen Unterschied. Der Kunststoff des Dreibeins hat eine feine Oberflächenstruktur, abgerundete Kanten und wirkt insgesamt stabiler. Gussränder sind nicht zu sehen oder nur sehr unauffällig. Das Plastik des Einbeins sieht so richtig nach fernöstlicher Billigware aus, nicht nach deutscher Wertarbeit. Die Gussränder sind zu sehen, glatte Oberflächen und hier und da recht spitze Ecken.

    Der kleine Hebel zum Schwenken des Kopfes wirkt beim alten Dreibein wie aus einem Guss - obwohl der Griff natürlich ebenfalls aus Kunststoff besteht, der Schaft hingegen aus Metall (brüniert). Beim Einbein ist der Griff nicht so gut ausgeformt und ist auf den blanken Metallschaft lieblos draufgesetzt. Wobei ich mich natürlich frage, was das Teil an einem Einbein überhaupt zu suchen hat. Leider lässt es sich nicht abnehmen. Durch das mehr oder weniger festziehen des Griffs wird nämlich die Neigung des Kopfes fixiert bzw. gelöst.


    Jetzt der Punkt, der mich am meisten erstaunt hat - die Kamera kippt zur falschen Seite! Kleiner Exkurs: wie halte ich meine Kamera bei einem Hochformat-Bild? Der Normalknipser, der so eine kleine Hosentaschenkamera hat oder ein Fotohandy, wird die Kamera vermutlich im Uhrzeigersinn drehen, da das bequemer ist. Manche begehen sogar die Fotografische Todsünde, und fotografieren auf diese Weise Einhändig - vor allem bei Handy-Knipsern immer wieder gesehen. Um es noch bequemer zu machen wird die Kamera ein bisschen weiter vom Körper weggehalten. Es wird ja eh über das Display fotografiert (wer wundert sich eigentlich noch über unscharfe, verwackelte Aufnahmen?). Würde er die Kamera nämlich andersherum drehen, müsste er den rechten Ellbogen so komisch nach oben verrenken. Wer macht das schon?
    Na, bei einer Spiegelreflexkamera bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig als sie gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Man kann sonst nicht mehr vernünftig durch den Sucher schauen, geschweige denn, die Kamera richtig im Griff haben und den Finger am Auslöser. Ehmmm - ach ja! Zurück zum Einbeinstativ: Die Kamera klappt nach rechts - im Uhrzeigersinn! Das kann sich nur ein Nicht-Fotograf ausgedacht haben. Oder der Produkt-Manager, der das entschieden hat, Fotografiert eben nur mit seinem Smart-Phone ;-)
    Ganz clevere werden jetzt sagen: Dann dreh das Ding doch einfach um - wer sagt dir denn, wo bei dem Ding vorne und hinten ist. Dann zeigt der doofe Griff nämlich nach vorne und ist nicht mehr im Weg - und die Kamera lässt sich zur richtigen Seite kippen. ÄÄÄÄÄÄ - schlecht. 

    Damit kommen wir nämlich zum den nächsten Bedienelementen. Ich wollte einen Kopf mit Wechselplatte, damit ich noch flexibler bin und die Kamera sehr schnell mal vom Einbein trennen kann. Der kleine Hebel dafür ist ausnahmsweise mal genau richtig platziert. Ich kann ihn mit dem Daumen der linken Hand öffnen sogar ohne die Hand von der Kamera zu nehmen. Die Feder, die diesen kleinen Hebel in seiner Position hält mach allerdings nicht den kräftigsten Eindruck - der war bei meinem alten Stativ auch um einiges vertrauenserweckender. Wenn ich jetzt also das Einbein einfach umdrehe, muss ich eine sehr seltsame Verrenkung mit der linken hand machen um diesen Hebel zu lösen.


    Das Zweite Bedienelement, das dagegen spricht, ist die oberste Verschlussklemme des Teleskoprohrs. Durch lösen und wieder festklemmen kann ich so relativ einfach und schnell - sogar ohne hinzusehen, die Höhe verstellen. Die Hand gleitet am Schaft herunter und findet den Klemmhebel quasi automatisch.
    Zu diesen Klemmen ist allerdings zu sagen, dass auch sie dem Vergleich mit dem alten Dreibein nicht standhalten. Sie sind kleiner und wirken vergleichsweise wenig belastbar.

    Wenn wir jetzt schon auf dem Weg nach unten sind, beschäftigen wir uns jetzt mit dem sog. Fussarretierbügel. Äusserst missverständliche Bezeichnung, denn arretieren lässt sich hier nichts – weder der Bügel noch das Einbeinstativ. Es baumelt einfach unten lose dran. Hebe ich das Stativ mal hoch, trage es wo anders hin, ist die Wahrscheinlichkeit 50:50, dass es sich anschließend auf der falschen Seite des Stativs wieder findet – und zwar so, dass es eigentlich sinnlos ist.

    Hier habe ich selber improvisiert und Abhilfe geschaffen. Zum einen mit einem kleinen Gummiring, der Verhindert, dass der Bügel einfach unten einfach zur falschen Seite baumelt  (nicht im Lieferumfang enthalten) – hier hääte ich mir schon vom Hersteller eine kleine, stabilere Lösung gewünscht (hätte das Produkt wahrscheinlich um sagenhafte 30ct verteuert).  Zum anderen nutze ich eine kleine 99ct-Leimklemme aus dem Baumarkt, um den Bügel am Schaft festzuklemmen, wenn ich ihn gar nicht einsetzten möchte. Was wohl meist der Fall sein wird. Vielleicht löse ich das „Problem“ irgendwann endgültig mit einer Metallsäge.




    Bleibt noch ein letztes Problem, dass ich ansprechen möchte - die mitgelieferte Tasche. Die Tasche meines alten Dreibeins tut seit Jahren klaglos ihren Dienst - ohne größere Verschleisserscheinungen. Die Tasche des einbeins wies bereits bei der Lieferung ein kleines Löchlein auf, verursacht durch eine Kombination aus schlechter Passform (zu kurz), dünnem Material und der etwas zu scharfkantigen kleinen Flügelschraube, die im zusammengeschobenen Zustand das obere Ende bildet.
    Zudem ist leider die Trageschlaufe bei der neuen Tasche viel zu kurz ausgefallen, was sie praktisch fast überflüssig macht. 


    Fazit: Es hat mich wirklich erstaunt, dass das 5€ günstigere Dreibeinstativ einen so viel besseren Eindruck macht, vor allem, da es im gesamten Aufbau ja um einiges komplexer und damit vermutlich auch teurer in der Herstellung ist. Ich äussere hier mal die Vermutung, dass hier wohl irgendwann Sparmassnahmen am falschen Fleck stattgefunden haben.


    So, das war für heute glaube ich genug gemeckert – mehr dann irgendwann nächste Woche – mein Praxisbereicht.


    Übrigens, die Bilder in diesem Bericht entstanden mit meinem SonyEricson C902. Ebenfalls ein Teil eines Praxistests von dem ich ein anderes mal breichte.



    Donnerstag, 14. Januar 2010

    Hund mit Fremdsprachenkenntnissen und das polnische Bruttoinlandsprodukt

    Ein Hund in einem englischen Tierheim wurde von den Pflegern lange für besonders dumm - oder zumindest taub gehalten, da er auf keinerlei Anweisungen reagiete - bis sich herausstellte, dass der Hund nur polnisch verstand. Jetzt wurde er zweisprachig trainiert (Meldung DPA). Die Frage die sich mir stelle: Ist der Hund jetzt zwei- oder dreisprachig?

    Moment mal - Polen...war da nicht erst gestern was? Ach ja - ein gestolenes Meisterwerk von Monet ist gestern nach 10 Jahren wieder aufgetaucht. Wo? Na, in Polen natürlich. Allerdings wurde es auch dort gestolen (Poznan/Posen). Verstehen die das unter Bruttoinlandsprodukt?
     Artikel in der Financial Times

    Spendenaufruf - und Phishing-Warnung

    Mal wieder ist eine große Katastrophe passiert - das Erdbeben in Haiti. Millionen sind betroffen und viele internationale Hilfsorganisationen haben Hilfe zugesagt oder haben sich schon auf den Weg gemacht. Diese Organisationen benötigen dafür (und andere gute Zwecke) Geld. Deshalb starte ich hier heute einen kleinen Spendenaufruf. Links zu beteiligten Hilfsorganisationen als Anregung siehe unten.

    Das möchte ich jedoch gleich mit einer Warnung verbinden. Solche großen Themen werden auch gerne von kriminellen ausgenutzt. Ich bin mir sicher, irgendwo haben kriminelle bereits gefälschte Spendenseiten eingerichtet und versuchen euch, meist mit Spam-Mails, aber auch über Treffer bei Suchmaschinen, auf diese Seiten zu locken.
    Deshalb: aktuellen Browser mit Phishing-Filter verwenden. Auf Bettel-Mails nicht reagieren. Sicherheitssoftware verwenden und regelmässig aktualisieren. Links in Mails generell nicht folgen sonder, wenn man Spenden möchte, direkt über den Browser die Homepage der Organisation suchen - dort findet man dann meist sehr einfach eine möglichkeit, seine Spende zu platzieren und ist sicher, dass es auch beim richtigen landet.

    Ärzte ohne Grenzen
    Deutsches Rotes Kreuz
    Humedica

    Mittwoch, 13. Januar 2010

    XXL-Post : Freeware zur Bildbearbeitung

    Hin und wieder gebe ich an anderer Stelle Tipps wenn es um kostenlose Software zur Bildbearbeitung geht. Die immer wieder auftauchende Frage ist: Was für wen? Hier versuche ich das mal umfassend zu beantworten.
    (Der Post ist etwas älter, aber immernoch brauchbar. Im Dez. 2013 ein paar Updates hinzugefügt)

    Photoscape 3.4 - Absolute Beginners
    Was kann ich machen: (Automatische-)Bildkorrekturen und Manipulation, Text und Grafiken einfügen, Rahmen hinzufügen, Stapelverarbeitung (Korrekturen, Dateien umbennen, Format ändern), Collagen, Gif-Animation, RAW-Konvertierung (einfach)
    Update: aktuelle Version 3.6.5 mit ein paar Verbesserungen

    Bin eher zufällig vor noch nicht allzulanger Zeit auf dieses nette Programm gestossen. Was zunächst auffällt ist der etwas andere Aufbau. Er ist Anwendungsorientiert, nicht Werkzeugorientiert. Was heisst das? Gleich auf dem Startbildschirm kann ich entscheiden, was ich eigentlich machen möchte. Eine Bildbearbeitung oder Stapelverarbeitung, Dateien umbenennen, eine Collage, ein Gif animieren oder eine Albumseite gestalten u.a. Je nach dem stellt es mir dafür genau die Werkzeuge zur verfügung, die ich für diese eine Aufgabe brauche. Das kommt der Übersichtlichkeit sehr zu gute, da ich mich nicht wie bei andern Programmen durch mehrere Untermenüs hangeln muss um unter unzähligen Optionen das richtige zu finden. Photoscape ist daher Ideal für Einsteiger in das Thema Bildbearbeitung. Es läuft dabei sehr stabil und resourcenschonend für Prozessor und Arbeitsspeicher - also auch etwas für den älteren Rechner/Laptop. Sicher gäbe es noch Verbesserungsbedarf - so kann ich z.B. ein eben bearbeitetes Bild nicht einfach in den Gif-animator "rüberziehen" - ich muss das Bild erstmal abspeichern und im Animator wieder von der Platte öffnen. Das hemmt etwas den Arbeitsfluss. Trotzdem kann ich dieses Progamm sehr empfehlen. Was das Programm evtl . auch für den fortgeschrittenen Bildbeabeiter interessant macht ist der recht komfortable, bereits erwähnte, Gif-Animator.


    PhotoFiltre 6.4.0 - für Einsteiger
    (Automatische-)Bildkorrekturen und Manipulation, Text einfügen, Icons erzeugen (.ico-Dateien), Stapelverarbeitung (Format konvertieren, keine automatischen Korrekturen).

    Wie Photoscape ist PhotoFiltre ein Programm, dass sich eher an den Einsteiger wendet. Aber doch mit Unterschieden. Wie andere, professionellere Lösungen (siehe GIMP) ist es Werkzeugbasiert. Da der Funktionsumfang jedoch eingeschränkt ist verliert man trotzdem nicht den Überblick. Und im Gegensatz zu Photoscape, dass viele Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung von Bildern liefert (Collagen, Rahmen hinzufügen, Gif-Animation) konzentriert sich Photofiltre nur auf die eigentliche Bildmanipulation. Wie der Name schon sagt bietet es einige (teilweise automatische) Filter zur Bildkorrektur und zur "kreativen" Veränderung von Bildern (Mal- und Abstraktionsfilter). Auch professionellere Werkzeuge wie Freistellsellen, verschiedene Pinsel oder ein Klonwerkzeug finden sich. Damit ist es ein guter Einstieg, wenn man später vielleicht auf GIMP oder kostenpflichtige Programme wie Photoshop umsteigen möchte. Andererseits vermisst man, wenn man besseres gewohnt ist, doch einiges. Ebenen gibt es gar nicht, Transparenz nur ansatzweise (Update: Die aktuelle Version 7.1.2 unterstützt nun auch Ebenen und transparente Alpha-Kanäle) und einen Bearbeitungsverlauf sucht man ebenfalls vergeblich. Trotzdem kein schlechter Einstieg.
    Zum Download - Deutsche Sprachdatei separat runterladen, siehe Hinweis auf der Downloadseite.


    Paint.Net 3.5 - Der Vollständigkeit halber
    (Automatische-)Bildkorrekturen und vielfältige Manipulation, Text einfügen, erweiterbar durch Plug-Ins

    Wie GIMP (siehe unten) war auch Pain.Net (oh - kleiner freudscher Schreibfehler, sollte Paint.Net heissen) zunächst ein Open-Source-Projekt. Der Unterschied zu diesem ist jedoch, dass es von Anfang an für Windows konzipiert wurde (GIMP>Linux). Das klingt für manchen Windows-Anwender erstmal wie ein Vorteil, ist es aber nicht. Zum einen war dadurch die Anzahl der beteiligten Entwickler sehr gering - eigentlich war sie beschränkt auf ein paar Leute an der Wahington State University. Und wer sitzt noch im Staat Washington? Richtig, Mikrosoft (Seatle)! Man orientierte sich also einfach am potentiellen späteren Arbeitgeber. Zitat Wikipedia: "Die Entwicklung wird heute von drei Programmierern, welche inzwischen für Microsoft arbeiten, fortgeführt." Mikrosoft hat das Projekt quasi komplett geschluckt. Welche Nachteile bringt das mit sich? Etwas weiter oben habe ich Photoscape dafür gelobt, dass es so Resourcenschonend ist. Es läuft ausserdem auf allen Betriebssystemen ab Win 98! Paint.Net ist dagegen ein wahrer Resourcenfresser. Mit den von Mikrosoft angegebenen Minimalanforderungen würde ich nicht mal versuchen, das Programm zu installieren - geschweige denn es zu starten. Zudem muss auf dem Rechner .NET-Framework 3.5 installiert sein. Eine Art windows-eigenes Java. Dadurch ist mindestens Win XP SP 2 erforderlich. (Update, aktuelle Version 3.5.11: Die Entwicklung geht auch hier weiter, wenn auch langsam. Gearbeitet wurde wohl hauptsächlich an der von mir bemängelten Performance.)
    Trotz einiger interessanter Features (Unterstützung von Ebenen, Transparenzen - durch Plug-Ins eweiterbar) mangelt es dem Programm insgesamt jedoch an vielem - vor allem an guten Ideen. Ich sage nicht, dass das Programm völlig unbrauchbar ist. Ich würde es sogar empfehlen - gäbe es nicht bessere Alternativen - siehe oben oder ...

    The GIMP - die Königsklasse
    Umfangreiche, professionelle Bildbearbeitung, Automatisierung von Arbeitsabläufen, innovative Ideen wie z.B. Bilder per URL öffnen.

    Warum ist GIMP so viel besser als Paint.Net? Der Unterschied liegt in seiner Geschichte - und die ist recht lang (erste offfizielle Version 1996). Am besten nachzulesen bei Wikipedia. Durch seine offene Struktur (GNU-Lizenz) ist eine ständige Weiterentwicklung des Programms gewährleistet. Damit ist es sogar eine ernsthafte Konkurrenz für das marktbeherrschende, aber teure Adobe Photoshop. Es ist eine vollwertige, professionelle Anwendung. Und was zeichnet den Profi aus? Er weiss, was er tut. Wer sich also bisher nicht ausgiebeig mit dem Thema Bildbearbeitung auseinandergesetzt hat - und das auch in Zukunft nicht vorhat - ist bei GIMP falsch. Der Normal-User ist meiner Meinung nach schlichtweg überfordert (auch das hat es mit Photoshop gemeinsam). Möchte man sich jedoch ernsthaft in das Thema einarbeiten, gibt es (kostenlos) nichts besseres. Denn das eigentlich Tollste an GIMP ist die riesige Usergemeinde im Internet. Unzählige Tutorials (Anleitungen), Scripte, Plug-Ins, User-Foren - man findet immer was man sucht.
    An dieser Stelle muss ich mich allerdings outen - ich gehöre nicht dazu. Das liegt einfach daran, dass ich mit Photoshop "groß" geworden bin was die Bildbearbeitung angeht. Und der Umstieg ist mir einfach nie gelungen. Ich habs öfter versucht - aber wenn ich bei GIMP an eine Grenze stosse - oder etwas bestimmtes suche und nicht gleich die Lösung finde... dann starte ich mein Photoshop ;-)
    Ich werde daher hier das Thema GIMP nicht weiter vertiefen - aber mehr darüber findet man mit jeder gängigen Suchmaschine heraus.
    Update: Auch hier gibt es Verbesserungen seit ich diesen Blog erstmals veröffentlicht habe. Vor allem ein anderes Look and Feel, aber auch einige neue Ideen)


    Picasa 3.1 - Endlich Ordnung
    Ordnen und Organisieren, Bilder taggen (auch Geo-Tags), Alben Anlegen, Slideshows und Filme aus Bild- und Filmdateien (eingeschränkt) erstellen und mit Musik unterlegen, Collagen, Bildbetrachter, Bilder und Filme im Internet veröffentlichen (Picasa-Web, YouTube), Bilder per Mail versenden, Prints online bestellen (Div. Anbieter), einfache Bildbearbeitungen, Stapelverarbeitungen, RAW-Unterstützung.

    Ich bin schon vor Jahren auf Picasa gestossen. Damals gefielen mir die sehr simpel zu bedienenden Korrekturfunktionen und die netten Effekte, die man damit bewerkstelligen konnte. Ein Bild mit der "Schein"-Funktion weicher und strahlender gestalten, Sepia-Filter mit einem Mausklick oder sehr gelungen das gefilterte S/W-Bild. Dabei werden nicht nur einfach Farbinformationen entfernt, was meist einen ausdruckarmen Graumatsch erzeugt, sondern man kann tatsächlich recht einfach mit einem Farbtonfilter die erzeugten Grautöne steuern.
    Die eigentliche Stärke von Picasa liegt jedoch in der übersichtlichen Verwaltung der Bilder auf einem PC. Man kann die Ordner in verschiedene Sammlungen kategorisieren, Alben mit Bildern aus unterschiedlichen Ordnern anlegen (ohne Bilddublikate zu erzeugen), Bilder taggen - auch mit Geotags, Bilder und Ordner auf dem Rechner verschieben usw. Dafür durchsucht Picasa beim ersten Start den Computer nach Bildateien - das kann, je nach Anzahl der Bilder, auch mal etwas länger dauern. Wer in Picasa ein Bildbearbeitungsprogramm sieht wird dies unsinnig finden - aber es lohnt sich, nur Geduld.
    Am besten ist es, man legt noch ein Googlemail-Konto an. Dann kann man auch noch den Picasa-Webalben-Dienst mit 1GB feiem Speicher zum Veröffentlichen und Weitergeben seiner Bilder nutzen und Bilder mit zwei Mausklicks per Mail versenden (stellt aber wahlweise auch eine Verknüfung mit dem Standard-Mailprogramm des Users her).
    Und dann gibts noch nen kleinen Bonus: Mit Picasa kommt ein wirklich schicker - und geschickter - Bildbetrachter, der dann statt dem (zumindest noch bei XP) überlichen Bild- und Faxbetrachter von Windows läuft. Der ist dann sogar in der Lage viele RAW-Formate wiederzugeben (überhaupt unterstützt Picasa die meisten gängigen RAW-Formate). Zudem gibt es eine sehr hilfreiche Online-Hilfe mit einem Userforum, falls einmal tiefgreifendere Fragen auftauchen.
    Viele verwechseln Picasa jedoch tatsächlich mit einem Bildbearbeitungsprogrmm (weshalb es auch in dieser Übersicht auftaucht) und bemängeln dann die Eingeschränkten Möglichkeiten. Die haben das Programm nicht begriffen.
    Update: Mittlerweile ist die Version 3.6 verfügbar, die als Highlights eine automatische Gesichtserkennung und verbessertes (Geo-)Tagging beinhaltet.
    Update zum Update: Aktuell ist die Version 3.9. Tiefgreifenste Änderung ist wohl seitdem die starke Integration mit Google+)

    Auf weitere Anwendungen (IrfanView, XnView) die gerne mit Bildbearbeitungsprogrammen verwechselt werden, werde ich irgendwann anders nochmals eingehen.